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Brunnenfilter spezifizieren: die Checkliste, die Lieferanten für ein Angebot brauchen

Was ein Lieferant für das Angebot eines Brunnenfilters mit durchgehendem Schlitz (Johnson-Typ) braucht: Siebanalyse, Ausbau, Wasserchemie, Anschlüsse, Normen.

Von Serkan İnkaya, Mert Aytünür, Ümit Can Özer, ADEN Wedge Wire · 26. Oktober 2026 · 13 Min. Lesezeit

Brunnenfilter spezifizieren: die kurze Antwort

Mit acht Angaben kann ein Lieferant ein belastbares Angebot für einen Brunnenfilter (Wickeldrahtfilter) abgeben: erforderlicher Förderstrom, Einbautiefe, Bohr- und Verrohrungsdurchmesser, Schlitzweite (Spaltweite) oder Siebanalyse, Wasseranalyse, Verbindungsart, Gesamtlänge und Stücklänge sowie die geforderte Norm und die Zeugnisse. Alles Weitere macht das Angebot genauer und den Vergleich zwischen den Bietern fairer.

Wir haben diese Checkliste geschrieben, weil bei den meisten Anfragen für Brunnenfilter, die wir in den letzten Monaten erhalten haben, ein Teil dieser Daten fehlte. Bei einer größeren Ausschreibung gab es weder eine Zeichnung noch eine detaillierte Spezifikation, sodass wir keinen Preis nennen konnten, bis der Käufer eine nachreichen konnte. Einige Spezifikationen zitierten außerdem eine zurückgezogene Norm oder verwendeten einen Markennamen, wo eine Filterbauart gemeint war. Beides lässt sich schon beim Schreiben leicht vermeiden.

Die Checkliste gilt für Wickeldrahtfilter aus Edelstahl mit durchgehendem Schlitz (oft als Filter vom Johnson-Typ bezeichnet), stabbasiert (auf Längsstützstäben, ohne Trägerrohr) oder rohrbasiert (auf gelochtem Trägerrohr), für Brunnen der Wasserversorgung, der Bewässerung und der Industrie.

Die Checkliste für die Angebotsanfrage

Übernehmen Sie die folgenden Gruppen in Ihre Anfrage oder Ausschreibung. Wenn Sie einen Wert nicht kennen, schreiben Sie „unbekannt“. Der Lieferant kann dann offen angeben, welche Annahme er getroffen hat.

1. Hydrogeologie

  1. Siebanalyse des Grundwasserleiters (Aquifer), idealerweise jeder verfilterten Schicht. Sie ist die Grundlage der Schlitzweite. Eine Schlitzweite, die ohne Sieblinie in der Anfrage steht, kann niemand prüfen.
  2. Art des Grundwasserleiters (gespannt oder ungespannt) und seine Mächtigkeit.
  3. Tiefe der Filterstrecke oder der Filterstrecken.
  4. Ruhewasserspiegel und erwarteter Betriebswasserspiegel.

In einem natürlich entwickelten Brunnen (ohne Kiesschüttung) wird die Schlitzweite so gewählt, dass sie etwa 40 bis 50 Prozent des Formationssandes zurückhält. In einem kiesgeschütteten Brunnen hält der Schlitz etwa 90 Prozent der Schüttung zurück (100 Prozent bei Glaskugeln). Derselbe Grundwasserleiter ergibt je nach Auslegung zwei verschiedene Schlitzweiten; der Lieferant muss also wissen, welche Auslegung vorliegt. Unser Artikel zur Wahl von Schlitzweite und Kiesschüttung erklärt die Methode.

2. Brunnenausbau

  1. Durchmesser des Bohrlochs (Bohrdurchmesser).
  2. Durchmesser und Werkstoff der Verrohrung (Kohlenstoffstahl, Edelstahl, PVC).
  3. Kiesschüttung: ja oder nein, und die Körnung der Schüttung, falls bereits gewählt.
  4. Pumpentyp, Pumpendurchmesser und Auslegungsförderstrom.
  5. Gesamttiefe des Ausbaustrangs aus Vollwand- und Filterrohren, d. h. wo das untere Ende des Filters hängt.

Der Durchmesser richtet sich nach der Pumpe und nach der Aufstiegsgeschwindigkeit im Filterrohr, die bei höchstens etwa 1,5 m/s bleiben sollte. Auch der Außendurchmesser der Verbindung zählt: Muffen sind größer als der Rohrkörper, und der Ringraum für die Kiesschüttung wird ab der Muffe gemessen, nicht ab dem Filter.

3. Filter

  1. Filterbauart: stabbasiert mit durchgehendem Schlitz, rohrbasiert (Filtermantel auf gelochtem Trägerrohr) oder vorgepackt (doppelwandiger Wickeldrahtfilter mit Kugelfüllung).
  2. Außendurchmesser (AD) oder Innendurchmesser (ID) und welcher der beiden Werte fest vorgegeben ist.
  3. Schlitzweite in mm oder Slot-Nummer. Die US-Slot-Nummer ist die Schlitzweite in Tausendstel Zoll: Slot 20 sind 0,51 mm, Slot 40 sind 1,02 mm, Slot 60 sind 1,52 mm.
  4. Gesamtlänge des Filters und die gewünschte Stücklänge.
  5. Werkstoffsorte: 304L (1.4307), 316L (1.4404), Duplex oder andere.
  6. Anforderung an Kollapsfestigkeit (Außendruckfestigkeit) und Zugfestigkeit, falls vorhanden, und die Grundlage, auf der sie berechnet ist (siehe den Abschnitt zu häufigen Fehlern unten).

4. Anschlüsse und Zubehör

  1. Endanschluss: Anschweißring oder Schweißfase für die Baustellenschweißung, bündiges Gewinde (Flush) oder NPT, BSP-Gewinde (in Europa bis 6 Zoll verwendet), API-Futterrohrgewinde (STC oder BTC), Rundgewinde, zugfeste Steckmuffe (ZSM) mit Scherstab und O-Ring, Flansch für große Durchmesser oder ein Übergang auf PVC-Verrohrung (Trapezgewinde nach DIN 4925).
  2. Zubehör: Bodenkappe, Sumpfrohr (meist 3 bis 6 m Vollwandrohr), Zentrierungen, Reduzierstücke, K-Packer (Dichtmanschette aus Gummi oder Neopren) für teleskopierte Filter, Abfangschelle, Hebeadapter.
  3. Bei Verrohrung aus Kohlenstoffstahl und Filter aus Edelstahl: Verlangt die Spezifikation eine Isolierverbindung (isolierende Muffe) oder eine andere Trennung? Edelstahl, der in wassergesättigter Umgebung direkt mit Kohlenstoffstahl verbunden ist, birgt ein Risiko für Kontaktkorrosion (galvanische Korrosion).

5. Wasserchemie

  1. pH-Wert, Chlorid, H2S, gelöste Feststoffe (TDS), CO2, gelöster Sauerstoff, Eisen und Temperatur.

Diese Werte bestimmen die Legierung. Häufig zitierte Chlorid-Richtwerte (Nickel Institute, neutraler pH-Wert, Umgebungstemperatur) liegen bei etwa 200 ppm für 304 (1.4301), 1.000 ppm für 316 (1.4401) und 3.600 ppm für Duplex 2205 (1.4462). Zu den Anzeichen für korrosives Wasser, die in der Brunnenpraxis verwendet werden, gehören ein pH-Wert unter 7,0, gelöster Sauerstoff über 2 ppm, H2S ab 1 ppm, TDS über 1.000 ppm, CO2 über 50 ppm sowie Chlorid plus Bromid plus Fluorid über 500 ppm. Wenn Sie keine Analyse senden, wählt der Lieferant entweder die sichere und teurere Sorte oder geht in Ihrem Namen ein Risiko ein.

6. Normen und Dokumente

  1. Bezugsnorm. Für Wickeldrahtfilter aus Edelstahl ist die aktuelle deutsche Norm DIN 4900-2:2017. DIN 4900-1:2017 behandelt Ausbaurohre aus Stahl und ihre Verbindungen. DIN 4935 und DIN 4922 wurden 2017 zurückgezogen und sollten in neuen Spezifikationen nicht mehr vorkommen.
  2. Art des Werkstoffzeugnisses: EN 10204 3.1 (Abnahmeprüfzeugnis, vom Hersteller bescheinigt, chargenbezogen) oder 3.2 (3.1 plus Gegenzeichnung durch den Prüfer des Käufers oder einen Dritten).
  3. Abnahme durch Dritte (Drittprüfung): erforderlich oder nicht, und durch wen.
  4. Trinkwasserzulassung: Geben Sie klar an, ob eine erforderlich ist (z. B. NSF/ANSI 61, WRAS, KTW oder ACS, je nach Land). Das ändert die Liste der möglichen Lieferanten und gehört deshalb in die erste E-Mail.

7. Kaufmännisches

  1. Menge in Metern und in Stück, je Durchmesser und Schlitzweite.
  2. Incoterms-2020-Klausel und benannter Lieferort.
  3. Gewünschter Liefertermin auf der Baustelle.
  4. Anforderungen an die Verpackung (nach ISPM 15 behandelte Holzkisten, Endschutzkappen).

Kurzfassung: die acht Mindestangaben

#AngabeVerwendet für
1Erforderlicher FörderstromDurchmesser, Filterlänge
2EinbautiefeKollaps- und Zugfestigkeitsklasse, Drahtprofil
3Bohr- und VerrohrungsdurchmesserAD des Filters, AD der Muffe
4Siebanalyse oder SchlitzweiteSchlitzweite, Kiesschüttung
5WasseranalyseWerkstoffsorte
6VerbindungsartEndanschlüsse, Auslegung des Strangs
7Gesamtlänge und StücklängeMenge, Transport
8Norm und ZeugnisseDokumente, Prüfung, Zulassungen

Was ein Lieferant zurücksenden sollte (das technische Datenblatt)

Ein gutes Angebot für einen Brunnenfilter enthält je Größe ein technisches Datenblatt (Submittal). Typische Felder stammen aus bewährten Spezifikationen für Brunnenfilter:

  • AD, ID und Werkstoff
  • Schlitzweite
  • Drahtbreite und Drahthöhe (manche Kataloge nennen sie „wrap-wire length“; fragen Sie nach, was gemeint ist)
  • Ungefähres Gewicht je Meter
  • Offene Fläche in Prozent und Eintrittsfläche je Meter
  • Durchlassvermögen je Meter und die zugrunde gelegte Eintrittsgeschwindigkeit
  • Anzahl und Durchmesser der Stützstäbe sowie ihr Gesamtquerschnitt
  • Streckgrenze des in der Berechnung verwendeten Werkstoffs
  • Zugfestigkeit (Zugbelastbarkeit), axiale Druckbelastbarkeit und empfohlene Hängelast
  • Kollapsfestigkeit
  • Für jeden Festigkeitswert: ob er einen Sicherheitsbeiwert enthält oder nicht

Die offene Fläche (freie Eintrittsfläche) folgt einer einfachen Formel: offene Fläche (%) = s x 100 / (s + w), mit s = Schlitzweite und w = Kopfbreite des Drahtes. Das ist ein Bruttowert. Schlitze, die an der Kiesschüttung anliegen, sind immer teilweise verdeckt; eine Tabelle zum Durchlassvermögen eignet sich daher zum Vergleich von Filtern, ist aber kein garantierter Förderstrom.

Häufige Fehler in Spezifikationen

Eine zurückgezogene Normnummer

„Filter nach DIN 4935“ steht noch in vielen Ausschreibungen. Diese Norm wurde 2017 zurückgezogen und durch DIN 4900-2:2017 ersetzt. Ein Lieferant, der „nach DIN 4935“ anbietet, bezieht sich auf ein Dokument, das es nicht mehr gibt. Schreiben Sie die aktuelle Nummer.

Ein Markenname statt einer Filterbauart

Eine Spezifikation, die die Produktlinie eines Herstellers nennt, bindet die Ausschreibung an diesen Hersteller. Beschreiben Sie stattdessen die Bauart: durchgehender Schlitz, V-förmiger Draht, an jedem Kreuzungspunkt von Draht und Stab widerstandsgeschweißt, mit Schlitzweite, AD und Werkstoff. Ergänzen Sie dann „oder gleichwertig“ (siehe unten).

Kollapswerte ohne Grundlage

Veröffentlichte Kollapstabellen verwenden nicht dieselbe Grundlage. Europäische Tabellen geben die Kollapsfestigkeit meist einschließlich Sicherheitsbeiwert an. US-Tabellen geben einen rechnerischen Wert ohne Sicherheitsbeiwert an, und die empfohlene Hängelast liegt dort bei 50 Prozent der rechnerischen Zugfestigkeit. Auch die Zugwerte unterscheiden sich: Manche Hersteller rechnen auf Basis der Streckgrenze der Stäbe, andere auf Basis der Zugfestigkeit (Rm), und beim selben Stabsatz kann das Ergebnis um den Faktor 2,5 bis 5 abweichen. Eine Zeile wie „Kollapsdruck min. 20 bar“ ohne Grundlage erlaubt zwei Bietern, für dieselbe Zahl sehr unterschiedliche Filter anzubieten.

In der deutschen Praxis gilt als grobe Anforderung min. 0,07 bar je Meter Einbautiefe. Dieselben Quellen bezeichnen dies als groben Richtwert für die Bemessung von Brunnenrohren, nicht als statischen Nachweis; er sollte daher in einem Datenblatt zur Ausschreibung nicht allein als Auslegungsbegründung stehen. Ein Wickeldrahtfilter nimmt außerdem keine axiale Druckbelastung auf. Der Strang wird immer hängend eingebaut, nie auf der Bohrlochsohle stehend.

6-m-Stücke und 20-Fuß-Container

Die Innenlänge eines 20-Fuß-Containers beträgt 5,898 m. Ein Filter von 6 m passt nicht hinein, und in einer Kiste liegt die praktische Nettolänge bei etwa 5,7 m. Wenn Sie Stücke von 6 m verlangen, geht die Sendung in einen 40-Fuß-Container (Innenlänge 12,032 m). Dieselbe Logik gilt für Rohre von 12 m, die nicht mehr in einen 40-Fuß-Container passen, sobald Endschutzkappen, Längentoleranz und Kistenverpackung hinzukommen. Fordern Sie Stücklängen an, die zum Transportweg der Ware passen, oder lassen Sie den Lieferanten einen Vorschlag machen.

Eintrittsgeschwindigkeit als harter Grenzwert

Die Eintrittsgeschwindigkeit von 3 cm/s (0,1 ft/s) ist in den USA und in Europa eine lange Auslegungstradition, und auch wir verwenden sie für Leistungsberechnungen. Die Ausgabe 2006 der AWWA A100 (A100-06) hat die Anforderung an eine maximale Eintrittsgeschwindigkeit gestrichen. Wird sie als Abnahmekriterium ohne Toleranz festgeschrieben, sind Angebote schwer vergleichbar, weil Filterlänge und offene Fläche gegeneinander abgewogen werden können. Ein Auslegungsziel ist in Ordnung; ein harter Grenzwert ist fragwürdig.

Wie man „oder gleichwertig“ bewertet

Viele Ausschreibungen für Brunnenfilter sind um den Katalog eines Herstellers herum geschrieben und enden mit „oder gleichwertig“. Das öffnet die Ausschreibung nur, wenn bei der Bewertung Gleiches mit Gleichem verglichen wird. Prüfen Sie jedes Alternativangebot auf:

  1. Dieselbe Schlitzweite, auf dieselbe Weise gemessen.
  2. Offene Fläche, mit derselben Formel berechnet, auf Basis der tatsächlich angebotenen Drahtbreite.
  3. Kollaps- und Zugfestigkeit auf derselben Grundlage (mit oder ohne Sicherheitsbeiwert, Streckgrenze oder Zugfestigkeit).
  4. Dieselbe oder eine bessere Werkstoffsorte für die Wasserchemie.
  5. Verbindungsart und AD der Muffe, die zu Ihrem Bohrloch und zum Ringraum der Kiesschüttung passen.
  6. Dieselbe Zeugnisart und dasselbe Prüfregime.

Wenn ein Bieter Festigkeitswerte ohne Angabe der Grundlage nennt, fragen Sie nach, bevor Sie vergleichen.

Wie wir eine Anfrage für Brunnenfilter bearbeiten

ADEN Wedge Wire ist ein Hersteller von Spaltsieben mit Sitz in Istanbul, Türkei, und einem europäischen Büro in Sindelfingen, Deutschland. Wenn eine Anfrage bei uns eingeht, prüfen unsere Ingenieure die Schlitzweite anhand der Siebanalyse, die Legierung anhand der Wasseranalyse und das Drahtprofil anhand der Einbautiefe. Jede Annahme, die wir treffen mussten, führen wir im Angebot auf. Kollaps- und Zugfestigkeit berechnen wir projektspezifisch auf Anfrage und geben die Berechnungsgrundlage jeweils dazu an. Jeder Filter wird nach dem Schweißen gebeizt und passiviert, Werkstoffzeugnisse werden mitgeliefert, und Abnahmen durch Dritte sowie Kundenaudits sind willkommen.

Senden Sie uns Ihre Daten

Nutzen Sie unser Anfrageformular oder kopieren Sie die Checkliste oben in eine E-Mail an info@adenwedgewire.com. Senden Sie die Siebanalyse, die Wasseranalyse und Ihre Zeichnung oder Spezifikation als Anhang; Förderstrom, Tiefe, Verrohrungsdurchmesser und die übrigen Punkte der Checkliste können Sie im Formular unter „Zusätzliche Anmerkungen“ eintragen. Fehlende Daten sind kein Problem: Wir teilen Ihnen mit, welche Annahmen wir getroffen haben. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden.


Johnson Screens ist eine Marke ihres Inhabers. ADEN Wedge Wire steht in keiner Verbindung zu Johnson Screens. Die Bezeichnung „Johnson-Typ“ wird hier nur zur Beschreibung einer Filterbauart verwendet.

Häufige Fragen

Können Sie einen Brunnenfilter ohne Siebanalyse anbieten?

Ja, wenn Sie eine Schlitzweite angeben; wir schreiben dann aber ins Angebot, dass die Schlitzweite nicht geprüft wurde. Ohne Schlitzweite und ohne Siebanalyse kann ein Lieferant nur raten, und eine falsche Schlitzweite lässt entweder Sand in den Brunnen oder drosselt den Zufluss.

Welche Norm ersetzt DIN 4935?

DIN 4900-2:2017 hat DIN 4935 für Wickeldrahtfilter aus Edelstahl ersetzt. DIN 4922 (Stahlfilterrohre, Gewinde, Flansche, Steckmuffen) wurde durch DIN 4900-1:2017 ersetzt. Beide alten Normen wurden 2017 zurückgezogen.

Was ist der Unterschied zwischen EN 10204 3.1 und 3.2?

Ein Zeugnis 3.1 wird vom Hersteller ausgestellt und bestätigt Prüfergebnisse für die konkrete Charge. Ein Zeugnis 3.2 trägt zusätzlich die Unterschrift eines vom Käufer beauftragten Prüfers oder eines Dritten. Es kostet mehr und kann zwei bis vier Wochen zusätzlich dauern; fordern Sie 3.2 daher nur an, wenn das Projekt es verlangt.

Warum fragen Lieferanten nach einer Wasseranalyse?

Das Wasser entscheidet über die Legierung. Chlorid, pH-Wert, H2S, gelöster Sauerstoff und CO2 zeigen, ob 304L reicht oder ob 316L oder Duplex nötig ist. Die Analyse zeigt auch, ob eine Verrohrung aus Kohlenstoffstahl vom Edelstahlfilter getrennt werden muss.

Wird die Kollapsfestigkeit mit oder ohne Sicherheitsbeiwert angegeben?

Das hängt von der Quelle ab. Europäische Filtertabellen enthalten meist einen Sicherheitsbeiwert, US-Tabellen geben meist den rechnerischen Wert ohne einen solchen an. Fragen Sie immer nach, welche Grundlage gilt, und schreiben Sie die geforderte Grundlage in Ihre Spezifikation.

Was ist ein Filter vom Johnson-Typ?

So wird in der Branche häufig ein Wickeldrahtfilter mit durchgehendem Schlitz genannt: ein V-förmiger Draht, um Längsstützstäbe gewickelt und an jedem Kreuzungspunkt verschweißt, sodass ein einziger durchgehender Schlitz um den Filter entsteht. Spezifikationen nennen ihn oft so. Für eine Ausschreibung ist es besser, die Bauart zu beschreiben und „oder gleichwertig“ zu ergänzen.

Quellen

  1. DIN 4900-2:2017, Brunnenfilter aus nichtrostendem Stahl, DIN
  2. EN 10204:2004, Metallic products, types of inspection documents, CEN
  3. AWWA A100, Water Wells, American Water Works Association
  4. Chlorid-Richtwerte für Edelstähle, Nickel Institute
  5. ISO 668, Series 1 freight containers, ISO